Forschung

Die Universität Göttingen möchte nachhaltige Forschungsprojekte stärken, welche gesellschaftliche, ökologische und ökonomische Herausforderungen aufgreifen und Lösungen für eine zukunftsfähige, nachhaltige Entwicklung erarbeiten. Gleichzeitig soll auch der Forschungsprozess selbst so nachhaltig wie möglich gestaltet werden.

Nachhaltiges Forschen:

Auch in der Wissenschaft besteht Handlungsbedarf im Bereich Klimaschutz sowie Umwelt- und Ressourcenschonung. Um den Prozess hin zum nachhaltigen Forschen voranzutreiben, sollten Nachhaltigkeitsaspekte im Forschungsprozess und mögliche Minderungspotenziale sowie alternative Vorgehensweisen berücksichtigt werden. Nach dem Leitfragenkatalog der DFG sollten reflektiert werden:

  • Emissionen und Ressourcenverbrauch im Zusammenhang mit Reisetätigkeiten
  • Emissionen und Ressourcenverbrauch im Zusammenhang mit Experimenten/ Feldversuchen/ Umfragen
  • Emissionen und Ressourcenverbrauch der benötigten Rechenleistung
  • Emissionen und Ressourcenverbrauch bei der Gerätebeschaffung/-betrieb und -nutzung

Ausgewählte Forschungsprojekte rund um Nachhaltigkeit

SDG 2 - Kein Hunger


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© Eva-Marie Meemken

RTG 2654 – Sustainable Food Systems

Landwirtschaft und Ernährung spielen für viele der globalen Herausforderungen wie Armut, Hunger, Übergewicht, Klimawandel und Verlust der Artenvielfalt eine zentrale Rolle. Es ist klar, dass ohne gravierende Veränderungen in der Produktion und im Konsum von Lebensmitteln die globalen Nachhaltigkeitsziele nicht zu erreichen sind. Welche Veränderungen hilfreich sind und wie diese politisch und gesellschaftlich umgesetzt werden können, sind offene Fragen, die im neuen GRK umfassend erforscht werden sollen, sowohl in Industrie- als auch in Entwicklungs- und Schwellenländern.
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Kontakt: Prof. Dr. Meike Wollni


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BIOcean5D - Marine Biodiversity Assessment and Prediction across spatial, temporal and human scales

Die biologische Vielfalt der Meere ist von grundlegender Bedeutung für die Gesundheit des Planeten und des Menschen, allerdings wissen wir immernoch viel zu wenig darüber. BIOcean5D versucht, das Leben im Meer und seine Veränderungen in 5 Dimensionen zu erforschen: 3-dimensionaler Raum, Zeit und menschlicher Einfluss. Letztendlich hoffen wir, dass wir durch die Messung, Überwachung und das Verständnis der biologischen Vielfalt im Meer und die Einbeziehung der Bürger*innen in unsere Forschung in der Lage sein werden, Informationen für die nachhaltige Bewirtschaftung und den langfristigen Erhalt unserer Meeresökosysteme zu liefern.
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Kontakt: Prof. Dr. Christoph Bleidorn


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ECOBOOST - Boosting functional biodiversity to maximize ecosystem services for Mediterranean crop production

Die derzeitigen landwirtschaftlichen Methoden, die bei der Kultivierung von Nutzpflanzen angewendet werden, sind oft nicht nachhaltig und führen zu einem Verlust an biologischer Vielfalt. Besonders die Schädlingsbekämpfung im Mittelmeerraum verlässt sich immer noch in erheblichem Maße auf den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel. Das aus zehn internationalen Partnern in Italien, Griechenland, Türkei, Algerien, Tunesien, Marokko und Deutschland bestehende Konsortium ECOBOOST erforscht landwirtschaftliche Maßnahmen, die die funktionelle Biodiversität steigern und die Ökosystemleistungen für den Anbau von Nachtschattengewächsen fördern sollen.
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Kontakt: Prof. Dr. Michael Rostás



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PathFinder – Towards an Integrated Consistent European LULUCE Monitoring and Policy Pathway Assessment Framework

Wälder spielen in der Nachhaltigkeitsdiskussion eine zunehmend wichtige Rolle vor allem im Kontext des Klimawandels, des Biodiversitätsschutzes, der Bioökonomie. Um evidenzbasierte Entscheidungen in waldrelevanten Politikprozessen zu treffen, braucht es zuverlässige Information. Auf nationaler Ebene decken nationale Waldinventuren diesen Informationsbedarf. In ihrer „Europäischen Waldstrategie“ fordert die Europäische Kommission deren Ausbau in Richtung eines europäischen Waldmonitoring. Dieser Aufgabe widmet sich das EU-Horizon-Projekt „Pathfinder“ unter der Leitung des norwegischen Bioökonomieinstitutes NIBIO.
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Kontakt: Prof. Dr. Christoph Kleinn



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INFORMA - Science-Based Integrated Forest Mitigation Management

Wälder sind die größte terrestrische Kohlenstoffsenke. Diese Leistung ist durch die Zunahme von natürlichen Störungen bedroht, die mit dem Klimawandel immer häufiger auftreten. Gleichzeitig ist das Wissen über die Auswirkungen der Waldbewirtschaftung auf die biogeochemischen und biophysikalischen Prozesse begrenzt. INFORMA möchte dieses Wissen erweitern, Möglichkeiten aufzeigen, Wälder nachhaltiger zu bewirtschaften, zu schützen und ihre biologische Vielfalt zu erhalten.
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Kontakt: Dr. Michael Kirchner



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ClimbForest - Climate Mitigation and Bioeconomy pathways for sustainable Forestry

Dieses Projekt nutzt neueste Daten von verschiedenen Forstforschungsstationen und Satelliten, um die Planung und Bewirtschaftung der neuen und bestehenden Wälder Europas zu unterstützen. Es werden neue Instrumente, interaktive Karten und Leitlinien für Best Practices entwickelt. Durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Forstsektor und politischen Entscheidungsträgern will CLIMB-FOREST sicherstellen, dass die Wälder Europas dem Klimawandel standhalten.
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Kontakt: Prof Dr. Alexander Knohl



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RECONNECT - Fragmentierte und umkämpfte Landschaften neu verbinden

RECONNECT fokussiert sich insbesondere auf die Entkopplung des Naturschutzes von weiteren sozial-ökologischen Ansprüchen der Gesellschaft an Landschaften. Diese Fragmentierung, Anfechtung und Entkopplung können institutionell, ökologisch und sozial bedingt sein. Ziel des Forschungsprojekts ist es, an vier Fallbeispielen vertiefte Kenntnisse über den Umgang mit institutionellen, ökologischen und sozialen Grenzen des Biodiversitätsschutzes zu gewinnen.
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Kontakt: Prof. Dr. Tobias Plieninger und Dr. Marion Jay



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FOR 5000 - Biotische Interaktionen, Artengemeinschaften und öko-evolutionäre Dynamiken als Steuergrößen von Langzeitzusammenhängen zwischen Biodiversität und Ökosystemfunktionen

Das zentrale Ziel der Forschungsgruppe besteht darin, herauszufinden, welche Mechanismen kurz- und langfristig den Zusammenhang zwischen Biodiversität und Ökosystemfunktionen beeinflussen. Da sich diese Beziehungen mit der Zeit verstärken, sind sie vermutlich der Schlüssel zum generellen Verständnis der Zusammenhänge von Biodiversität und Ökosystemfunktionen nötig.
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Kontakt: Prof. Dr. Stefan Scheu



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SPP 1374 - Exploratorien zur funktionellen Biodiversitätsforschung

Im Rahmen dieses großen Verbundprojektes zur Biodiversitätsforschung wurden beispielhaft drei großskalige Langzeituntersuchungsgebiete etabliert. Sie werden als Biodiversitäts-Exploratorien bezeichnet, im Gegensatz zu hauptsächlich beschreibenden Observatorien. Die Exploratorien stellen einen einzigartigen Rahmen dar, um entscheidende Fragen zur Bedeutung der Landnutzung auf die Biodiversität und den Einfluss dieser Veränderungen auf Ökosystemprozesse abschätzen zu können.
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Kontakt: Prof. Dr. Christian Ammer



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GRK 2300: Erhöhung der Baumartendiversität von Buchenwäldern durch Koniferen (EnriCo)

Die Forscher der Universität Göttingen untersuchen wie forstlicher Produktivität und Naturschutz vereint werden können. Hierzu sollen Mischbestände aus örtlich natürlich vorkommenden und standortfremden, doch hochproduktiven, Baumarten speziell im Hinblick auf ihre Ökosystemfunktionen erforscht werden. Im Fokus stehen dabei Rein- und Mischbestände aus Rotbuche in Mischung mit Fichte oder Douglasie.
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Kontakt: Prof. Dr. Christian Ammer








Kontakt - Green Office

Haben Sie Fragen oder Anregungen zum Thema Nachhaltigkeit in der Forschung?
Möchten Sie mehr zum Thema Nachhaltigkeit im Betrieb der Universität Göttingen erfahren?
Haben Sie eine Idee zum Thema Nachhaltigkeit im Studium?
Brauchen Sie Infos zur internationalen Vernetzung zu Nachhaltigkeit?
Bei diesen und allgemeinen Fragen, Anregungen melden Sie sich gerne bei uns!


E-Mail
nachhaltigkeit@uni-goettingen.de

Leitung des Green Office

Marco Lange, Nachhaltigkeitskoordinator
Telefon: 0551 39-21356
E-Mail: marco.lange@zvw.uni-goettingen.de

Mitarbeitende

Anna Lapa, Studentin Biologie
E-Mail: anna.lapa@zvw.uni-goettingen.de

Alissa Dohnke, Studentin Geographie
E-Mail: alissa.dohnke@zvw.uni-goettingen.de

David Rudolph, Student Biologie
E-Mail: david.rudolph@uni-goettingen.de