Wissenschaft trifft Praxis / Science meets Practice


Wissenschaft trifft Praxis

Donnerstag, 8. Oktober von 10 bis 16 Uhr
Alte Mensa, Wilhelmsplatz 3


Aus Anlass des Abschlusses unseres Projektes laden wir – gemeinsam mit weiteren Kolleg*innen der Fakultät – zu einem mit Forst erklärt entwickelten Austauschformat ein. Ziel ist es:

  • die wichtigsten und für die forstliche Praxis interessanten Ergebnisse des Projektes vorzustellen
  • über weitere Forschungsthemen und Ergebnisse der Fakultät zu informieren
  • Raum für Austausch zu bieten
  • den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis neu zu beleben

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und den Austausch mit Ihnen!

Programm

10:00–10:45 Begrüßung und Keynote
10:45–11:00 Kaffeepause
11:00–11:45 Thematische Seminare (Block I)
12:00–13:15 Mittagessen, Postersession und Markt der Möglichkeiten
13:15–14:00 Thematische Seminare (Block II)
14:15–15:00 Thematische Seminare (Block III)
15:00–15:30 Gemeinsamer Abschluss
15:30 Kaffee und Netzwerken

Thematische Seminare

Während der drei thematischen Blöcke, können drei der folgenden Seminare besucht werden. Bitte geben Sie bei der Registrierung ein Wunschseminar an:

Wildtier im Lehrrevier

Ist eine hohe Jagdstrecke Beweis für ein erfolgreiches Schalenwildmanagement?

Prof. Niko Balkenhol
Wildtierwissenschaften


Beschreibung

Der Jagd kommt eine besonders große Bedeutung zu, um den angestrebten Umbau hin zu klimaresilienten Wäldern zu erreichen. Innerhalb des Seminars wollen wir daher unter anderem diskutieren, was erfolgreiches Wildtiermanagement ausmacht und wie man eine Erfolgskontrolle im Wildtiermanagement langfristig und großflächig gestaltet könnte.

Waldstruktur

Waldstruktur – Macht strukturelle Komplexität die Waldbewirtschaftung nur komplizierter, bringt aber nix?

Prof. Dominik Seidel
Räumliche Strukturen und Digitalisierung von Wäldern

Beschreibung

Waldbewirtschaftung setzt bei den Strukturen im Wald an. Welche Bäume werden gefällt, welche bleiben stehen, wann wird Verjüngung gefördert, wie groß soll der Femel sein, wie lang soll der astfreie Schaft werden - nur einige Fragen die im Alltag der forstlichen Arbeit aufkommen.

Die heutigen waldbaulichen Richtlinien zur Förderung von gemischten, ungleichalten Wäldern machen die Bewirtschaftung komplizierter, aber haben die damit einhergehenden Waldstrukturen auch wirklich genug Vorteile um das zu rechtfertigen?

In diesem Seminar werden wir einen Blick auf diese Frage werfen und die neusten Erkenntnisse diskutieren. Wir streifen dabei verschiedenste Skalen, vom Einzelbaum über den Bestand bis hin zum Kontext der Landschaft.

Mykorrhiza

Mykorrhiza: Netzwerke, die den Wald regieren?

Prof. Andrea Polle
Forstbotanik und Baumphysiologie


Beschreibung

Ein gesunder Boden ist die Grundlage für Pflanzenernährung und Stresstoleranz. Welche Rolle spielen Mykorrhizapilze dabei? Verhungert der Wald ohne Mykorrhiza? Bilden Mykorrhizen unterirdische Kommunikationsnetze? Versorgen Bäume sich untereinander über diese Verbindungen und werden eingeführte Baumarten (Douglasie) ausgeschlossen?

Bioklimatologie

Trockenheit – Macht der Wald irgendwann einfach dicht?

Prof. Alexander Knohl
Bioklimatologie



Beschreibung

Der Wald ist Kohlenstoffspeicher und natürliche Klimaanlage zugleich: Er nimmt CO₂ aus der Atmosphäre auf und kühlt seine Umgebung, indem die Bäume Wasser verdunsten. Doch beides funktioniert nur, solange ausreichend Wasser verfügbar ist. Was passiert also in längeren Trockenperioden? Wann schränken Bäume ihre Verdunstung ein, wann sinkt die CO₂-Aufnahme – und wie deutlich können wir das überhaupt messen?

In diesem Workshop schauen wir uns dazu Messungen aus dem Projekt FoResLab an. Mit der Eddy-Covariance-Methode lässt sich direkt beobachten, wie viel CO₂, Wasser und Energie zwischen einem Waldbestand und der Atmosphäre ausgetauscht werden. Wir übersetzen diese komplexen Messdaten in anschauliche Tages- und Jahresverläufe und schauen uns an, was während Hitze und Trockenheit im Wald passiert.

Auf dieser Grundlage wollen wir gemeinsam diskutieren: Wie stark verändert Trockenheit die Klimawirkung unserer Wälder, wie unterscheiden sich Bestände in ihrer Reaktion – und was können wir daraus für den Umgang mit Wäldern im Klimawandel lernen?

Holzverwendung

Holzverwendung – ist unser Laubholz wirklich nur gut als Kaminholz?

Prof. Holger Militz, Dr. Susanne Bollmus, Dr. Philipp Schlotzhauer
Holzbiologie und Holzprodukte


Beschreibung

Aktuelle Daten zeigen, dass rund ein Drittel des aus dem deutschen Wald entnommenen Holzes in der ersten Verwertungsstufe energetisch genutzt wird – ein Befund, der sowohl die Forstwirtschaft als auch die Holzwirtschaft gleichermaßen betrifft und zum Nachdenken anregen sollte.

Die Ursachen hierfür liegen sowohl in den bereitgestellten Holzarten und -qualitäten als auch in den verfügbaren Verarbeitungstechnologien. In diesem Seminar möchten wir gemeinsam mit Ihnen diskutieren, welche Wege Forst- und Holzwirtschaft gehen können, um das Potenzial unserer heimischen Laubhölzer besser zu nutzen.

Gemeinsam erarbeiten wir Ansätze für eine effiziente, ressourcenschonende und ökologisch sinnvolle Holznutzung, die sowohl wirtschaftlich als auch nachhaltig überzeugt.

Forstökonomie

Wer soll das bezahlen? Waldbauliche Entscheidungen zwischen gesellschaftlichen Ansprüchen und betrieblichen Notwendigkeiten

Prof. Carola Paul & Team
Forstökonomie und nachhaltige Landnutzungsplanung

Beschreibung

Waldbauliche Entscheidungen bewegen sich zwischen gesellschaftlichen Ansprüchen und betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten. Anhand konkreter Fragen – etwa zur wirtschaftlichen Tragfähigkeit von Naturverjüngung mit Pionierbaumarten, zum Verhältnis von Nadelholzanteil und Biodiversität, zur Strukturvielfalt im Wirtschaftswald oder zu Mischbeständen als Absicherung gegen die Folgen des Klimawandels – stellen wir klassische und neue Methoden zur Unterstützung solcher Abwägungsprozesse vor.

Ziel des Workshops ist es, gemeinsam zu diskutieren, wie sich komplexe Praxisfragen strukturieren und ihre betrieblichen Auswirkungen analysieren lassen. Geeignete Abwägungshilfen können die Entscheidung zwar nicht abnehmen, aber Zielkonflikte sichtbar machen, Handlungsalternativen systematisch vergleichen und Entscheidungen nachvollziehbar begründen.

Anmeldung

Bitte melden Sie sich bis zum 14.09.2026 mit dem untenstehenden Anmeldeformular an (sofern Sie sich nicht bereits über das Qualifizierungsprogramm der Landesforsten angemeldet haben).


Registration "Science meets Practice"

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Diese Veranstaltung ist Teil des Abschlusssymposiums des Graduiertenkollegs 2300 “Enrichment of European beech forests with conifers”. Mehr zum Symposium finden sie hier.

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DFG
NLF
Forst erklärt