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Inklusiver gymnasialer Fachunterricht: Forschung

Forschungsprojekte:

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InCu - Inclusive Curricula
Analysing Curricula for Inclusive Developments

Im Anschluss an die Ratifizierung der UN-BRK wurden in Deutschland verschiedene strukturelle Änderungen vorgenommen. Damit einhergehend gilt dies auch für eine Überarbeitung von Curricula für die verschiedenen Unterrichtsfächer. Ob bzw. inwieweit an dieser Stelle inklusive Impulse und Konzepte in verschiedenen Curricula gesetzt bzw. einbezogen werden, ist in Deutschland noch weitgehend unerforscht.

Das Forschungsprojekt setzt hier an und analysiert Curricula. In einem ersten Schritt wurden alle Curricula für das Fach Deutsch im Sekundarbereich analysiert. Die Fokussierung lag hier auf dem Bereich inklusive Diagnostik.

Deutlich wurde, dass in allen Bundesländern Aspekte einer inklusiven Diagnostik im Sinne eines summativen und formativen Assessments bedacht werden – allerdings eine große Diffusität in Bezug auf Begrifflichkeiten und Handlungsempfehlungen zu finden ist.

Unterschiede sind dabei sowohl zwischen den Bundesländern, als auch zwischen den Schulformen (auch innerhalb von Bundesländern) verortet. Der Einsatz des formativen Assessments bleibt unverbindlich.


Ausgewählte projektbezogene Veröffentlichungen

Löser, J., Goltz, J., & Gecergün, D. (2026). Inclusive education within curricula for German language teaching – a comparison between Germany and Switzerland. Journal of Curriculum Studies: 1–25. https://doi.org/10.1080/00220272.2026.2680406

Löser, J., & Goltz, J. (2025). Curricula and inclusive assessment – a qualitative analysis of core curricula in all German states. Cogent Education, 12(1), 1-20, 2511447.Inklusion und Sprachen, z.B. Deutsch, Deutsch als Zweitsprache und Fremdsprachen


InWiPra - Innovieren als schulische Wissenspraxis
(Special Interest Group der ZEWIL)

Dieses Projekt befasst sich mit der Frage, wie Lehrkräfte ihr Wissen im Kollegium teilen. Über einen ethnographischen Zugang wurden neue Erkenntnisse zu Wissenspraktiken generiert.
Nähere Informationen sind auf der Webseite des Projektes an der Uni Göttingen verfügbar.

Ausgewählte projektbezogene Veröffentlichungen

Löser, J., Schädlich, B. & Tietz, J. (2025): Sprechen über Sprachlichkeit im schulischen Kontext. Ethnografische Beobachtungen zu Wissenspraktiken in einem Kollegium. In: Zeitschrift für interpretative Schul- und Unterrichtsforschung 14, S. 72-92.

Löser, J. & Bogner, A. (2027): Differenzieren, Normieren, Ausgrenzen? – Wie ministerielle
Erlasse Differenzlinien (in) der (sprachlichen) Bildung (re)produzieren. In: Lotta König, Birgit Schädlich, Carola Surkamp: unterricht_kultur_theorie II: Kulturelles Lernen interdisziplinär weiterdenken. J.B. Metzler.


DiLernProfis
Lernprozessbegleitende Diagnostik und Fachdidaktik - gestufte digitale Lernhilfen als Professionalisierungskonzept für adaptiven Unterricht

B,bFklIm Rahmen des vom BMBF geförderten Verbundprojekts DiLernProfis werden eine gestufte digitale Lernhilfe in Form einer Tablet-App für den inklusiven Biologieunterricht der Sekundarstufe 1 und eine auf die App ausgerichtete zertifizierte Lehrer*innenfortbildung entwickelt. Damit führt das Projekt die aktuellen Entwicklungsbedarfe von Inklusion und Digitalisierung. Das Projekt mit den Standorten Bielefeld, Göttingen und Hannover gliedert sich in drei Teilprojekte. Teilprojekt 1 entwickelt die App und führt quantitative Fragebogenerhebungen durch, Teilprojekt 2 führt teilnehmende Beobachtungen und Interviews durch und Teilprojekt 3 führt Gruppendiskussionen mit den Lehrkräften und führt die Ergebnisse aller Teilprojekte zusammen um das Fortbildungskonzept weiterzuentwickeln.

Es fanden zwei Erhebungsdurchläufe statt. In jedem davon erprobten die teilnehmenden Lehrkräfte zunächst vorgefertigte Lernhilfen und entwickelten und erprobten anschließend eigene Lernhilfen. Das Wissen zum Einsatz und der Entwicklung der Lernhilfen erwarben sie im Rahmen von parallellaufenden Fortbildungen.
Weitere Informationen zum Verbundprojekt sind auf der Webseite des Metavorhabens Inklusive Bildung verfügbar.

Ausgewählte projektbezogene Veröffentlichungen

Löser, J., Demmer, C., Goltz, J., Hülsmann, M., Koisser, S., Kleinert, S. I., Schilling, N., Werning, R.,
Wilde, M. (September 2024). Lernprozessbegleitende Diagnostik und Fachdidaktik. Gestufte
digitale Lernhilfen als Professionalisierungskonzept für adaptiven Unterricht. Poster im Rahmen
der Abschlusstagung der BMBF-Förderrichtlinie "Förderbezogene Diagnostik in der inklusiven
Bildung" (MInkBi), Frankfurt am Main.

Löser, J., Demmer, C., Goltz, J., Heinrich, M, Kleinert, S.I., Koisser, S., Schilling, N., Streblow, L.,
Wilde, M., & Werning, R. (2023). Lernprozessbegleitende Diagnostik und Fachdidaktik:
Gestufte digitale Lernhilfen als Professionalisierungskonzept für adaptiven Unterricht
(DiLernProfis). Praxis Forschung Lehrer*innen Bildung. Zeitschrift für Schul- und
Professionsentwicklung, 5(1), 191-203. doi: https://doi.org/10.11576/pflb-6588

Löser, J., Goltz, J., Schilling, N., Werning, R. (2024). Inklusiv-digitaler Naturwissenschaftsunterricht
– Gestufte digitale Lernhilfen für das naturwissenschaftliche Experiment. In I. Bosse, K.
Müller & D. Nussbaumer (Hrsg.), Internationale und demokratische Perspektiven auf
Inklusion und Chancengerechtigkeit. Verlag Julius Klinkhardt.

Kleinert, S. I., Besa, K.-S., & Wilde, M. (2022). Der Einsatz gestufter Lernhilfen als Unterstützung für
Lernende im Kontext des biologischen Experimentierens: Einfluss auf die Schüler*innen -
Motivation im Naturwissenschafts- und Mathematikunterricht. Zeitschrift für Didaktik der
Biologie (ZDB) - Biologie Lehren und Lernen, 26, 1-18.
https://doi.org/10.11576/ZDB-5205

Goltz, J., Kleinert, S. I., Koisser, S., Schilling, N., Demmer, C., Heinrich, M., Wilde, M., Werning, R. &
Löser, J. (2025). Lehrkräftebildung für das inklusive Experiment. Digitale Diagnostiktools im
Naturwissenschaftsunterricht. In K. Beck, R. Ferdigg, D. Katzenbach, J. Kett-Hauser, S.
Laux & M. Urban, Förderbezogene Diagnostik in der inklusiven Bildung. Kompetenzen
Entwicklungsdimensionen – Fachdidaktik (Förderbezogene Diagnostik in der inklusiven
Bildung, Bd. 1). Waxmann.

Goltz, J., Schilling, N. (2024). Der Einfluss von Tablets auf Differenzordnungen im
Biologieunterricht. Naturwissenschaftliche Experimente in heterogenen Lerngruppen. In
K. Rabenstein, C. Bräuer, D. Hülsmann, S. Mummelthey & S. Strauß (Hrsg.),
Differenzkonstruktionen in fachunterrichtlichen Kontexten: Forschungsansätze und Erträge zu Differenz(de)konstruktion aus Fachdidaktik, Erziehungswissenschaft und Diversitätsforschung (pp. 240-259). Verlag Julius Klinkhardt.

Subjektivierung von Lehrkräften im inklusiven Naturwissenschaftsunterricht mit digitalen Medien
Eine ethnografische Praxeologie

Lehrkräfte stehen vor großen Herausforderungen, wenn man die aktuellen Entwicklungsanlässe von Schulen und Unterricht berücksichtigt. Insbesondere Inklusion und Digitalisierung können als zentrale Entwicklungen hervorgestellt werden. Werden sie zwar oft unabhängig voneinander betrachtet, so können sie auch als eng miteinander verbundene Elemente einer neuen Schulkultur verstanden werden.

In diesem Diskursfeld werden die Forderung inklusiver Schule, also die Schaffung gleicher Lernchancen für alle Schüler*innen unter Berücksichtigung ihrer Heterogenität, und die Forderung, den Schüler*innen Medienkompetenzen zu vermitteln und gleichzeitig digitale Formate in den Unterricht selbst zu integrieren, im Hinblick auf ihre synergetischen Effekte diskutiert.

In diesem komplexen Spannungsfeld sehen sich Lehrkräfte mit umfassenden Kompetenzanforderungen hinsichtlich ihrer Unterrichtsgestaltung konfrontiert. Da neue Unterrichtspraktiken nicht einfach die Übertragung analoger Medien in digitale Formate bedeuten können, müssen sich die Rollen von Lehrkräften zwangsläufig ändern.

Dieses Dissertationsprojekt befasst sich mit den Prozessen der Subjektivierung von Lehrkräften auf der Grundlage des komplexen Feldes inklusiver Entwicklungen und der laufenden Implementierung digitaler Medien in Schulen. Ziel ist es, Unterrichtspraktiken in diesem Bereich zu rekonstruieren und aufzuzeigen, wie digitale Medien (nicht) eingesetzt werden und wie dies die Position der Lehrkräfte innerhalb der Klassen beeinflusst.

ReLink
Reflexion, Leistung und Inklusion - Qualifizierungserfordernisse für einen Reflexiven Umgang mit Leistung in der inklusiven Sekundarschule: Leistungsheterogenität im zieldifferenten Unterricht

B,bFklIn dem vergangenen Verbundforschungsprojekt des BMBFs „Reflexion, Leistung & Inklusion - Qualifizierungserfordernisse für einen reflexiven Umgang mit Leistung in der inklusiven Sekundarstufe“ (ReLInk, Laufzeit 2017-2020) mit den Standorten Frankfurt, Bielefeld und Hannover wurde ein inhaltlicher Schwerpunkt auf die Konstruktion von ,Leistung’ in inklusiven Settings an Gesamtschulen und Gymnasien gerichtet (FKZ: 01NV1710A-C). Angesichts des nach Leistung differenzierenden Schulsystems sowie einer aktuell verstärkten Leistungsorientierung und -messung können „Inklusion“ und „Leistung“ im Sekundarbereich unvereinbar erscheinen. Aus sozialkonstruktivistischer Perspektive ist hierbei „Leistung“ nicht einfach gegeben, sondern wird in der Schule hergestellt und ist verwoben mit sozialen Differenzkategorien.

Projk1In einer 1. Phase zielte das Projekt auf die Identifizierung von Qualifizierungserfordernissen für einen reflexiven Umgang mit Leistung in der inklusiven Sekundarstufe. In einer 2. Phase wurden Materialien entwickelt, die nach der Erprobung in verschiedenen Lehramtsstudiengängen Verwendung in der kasuistischen Lehrer*innenaus- und -fortbildung finden sollen. Basierend auf der Analyse der Reaktionsmuster von Lehrkräften in Einzelworkshops wurde eine Konzeption für eine schulinterne Fortbildung erarbeitet.

Weitere Informationen zum Projekt sind auf der Webseite des Metavorhabens Inklusive Bildung verfügbar.