Diversitätspolitische Strukturen an der Universität und Vernetzung
Chancengleichheit, Vereinbarkeit und Diversität sind als Führungsaufgaben im Präsidium mit Richtlinienkompetenz bei der Vizepräsidentin für Chancengleichheit, Diversität und Internationales verankert.
Die Ausrichtung der Chancengleichheits- und Diversitätspolitik erfolgt in Abstimmung mit dem Stiftungsrat und dem Stiftungsausschuss der Universität und insbesondere dem Senat, der von der Senatskommission für Gleichstellung und Diversität unterstützt wird. Diese hat 2016 ihren Aufgabenbereich erweitert und ist seither auch mit Diversitätspolitik und -arbeit befasst.
2014 hat die Universität Göttingen einen den Lenkungsausschuss Diversität eingesetzt, der das Präsidium in der grundlegenden Ausrichtung der Diversitätspolitik und -arbeit berät und die Implementierung von Diversität als Querschnittsaufgabe fördert. Er begleitet die organisationale Weiterentwicklung, z.B. als Lenkungsgremium bei der Umsetzung des Diversity (Re-)Audits.
Im Ausschuss arbeiten Vertreter*innen von Senat und Senatskommission für Gleichstellung und Diversität, Fakultäten, Abteilungen und Stabsstellen, zentralen Einrichtungen und verschiedenen Status- und Interessenvertretungen (u.a. Studierende) zusammen.
Koordination: Stabsstelle Chancengleichheit und Diversität, Dr. Daniela Marx
Das 2013 gegründete Institut für Diversitätsforschung (Leitung: Prof. Dr. Andrea D. Bührmann) beschäftigt sich mit Diversifizierungsprozessen und ihren Folgen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Ebene der Organisationen. Das Institut berät und unterstützt die Universität Göttingen bei der Implementierung und Weiterentwicklung ihrer Diversitätsstrategie.
Die Universität Göttingen arbeitet in folgenden bundesweiten diversitätspolitischen Netzwerken mit:
Im bundesweiten Netzwerk „Diversity an Hochschulen“ sind Mitarbeitende von ca. 75 Hochschulen aus dem gesamten Bundesgebiet zusammengeschlossen, die auf operativer und strategischer Ebene dimensionenübergreifend mit der Umsetzung von Diversity- und Antidiskriminierungsaufgaben betraut sind (horizontaler Ansatz). Das bereits seit 2012 bestehende Netzwerk ist ein kollegiales Austausch- und Reflexionsforum, das einen Rahmen für z.B. gemeinsame Strategieentwicklung und Qualitätssicherung bietet.Das „Netzwerk Antidiskriminierung an Hochschulen“ setzt sich seit 2018 für eine professionelle und nachhaltige Antidiskriminierungsarbeit in der Hochschullandschaft ein. Als offener Zusammenschluss von Akteur*innen aus rund 100 Universitäten und Hochschulen fördert es den Austausch, stärkt die Professionalisierung der Antidiskriminierungsarbeit und positioniert Antidiskriminierung als strategisches Thema in der Hochschulentwicklung.
Die Kommission „Queere* Hochschulpolitik" im Rahmen der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen (bukof) setzt sich seit 2017 community-basiert für queere Geschlechterpolitik ein und entwickelt hierzu Strategien, Maßnahmenvorschläge und Handlungsempfehlungen.