SIGNAL
| Standort | Temperatur (Jahresmittel) | Niederschlag (Jahr) | Höhe über Normalnull | Bewirtschaftung |
|---|---|---|---|---|
| Dornburg (Thüringen) | 9,9°C | 608 mm | 289 m | Ackerfläche |
| Forst (Brandenburg) | 9,6°C | 568 mm | 66 m | Ackerfläche |
| Mariensee (Niedersachsen) | 9,6°C | 661 mm | 42 m | Grünland |
| Vechta (Niedersachsen) | 9,3°C | 806 mm | 43 m | Ackerfläche |
| Wendhausen (Niedersachsen) | 9,6°C | 637 mm | 82 m | Ackerfläche |
Das SIGNAL-Projekt untersuchte von 2015 bis 2024, ob Agroforstsysteme in Deutschland eine nachhaltige und zugleich profitable Landnutzungsoption darstellen können. Hierzu wurden Agroforstlandschaften mit konventioneller Landwirtschaft verglichen und Auswirkungen auf verschiedene Ökosystemfunktionen wie Kohlenstoffbindung, Ertrag, und Erosionsschutz untersucht. Das Projekt war eine Kooperation verschiedener Institute und Universitäten und wurde durch das BonaRes-Programm gefördert.
Die Abteilung Bioklimatologie erforschte Land-Atmosphären-Austausch an fünf verschiedenen Standorten: Vechta, Mariensee, Wendhausen, Dornburg und Forst. Alle Standorten waren Ackerflächen mit der Ausnahme von Mariensee, das als Grünland bewirtschaftet wurde. Auf allen Flächen wurden Baumstreifen gepflanzt. Gewählte Baumarten waren Pappeln (Populus nigra × Populus maximowiczii) in Vechta, Wendhausen, und Dornburg, Weiden (Salix schwerinii × S. viminalis) in Mariensee, sowie Pappeln und Robinien (Robinia pseudoacacia) in Forst. Die Bäume wurden alle drei bis vier Jahre geerntet und die landwirtschaftlichen Kulturen in jährlicher Fruchtfolge angebaut.
An allen Standorten Flächen wurden meteorologische Daten erfasst sowie der CO2- und Wasseraustausch mit der Atmosphäre mittels der Eddy-Kovarianz-Methode gemessen. Daten wurden zwischen 2019 und 2024 aufgenommen. Der genaue Messzeitraum variierte je nach Standort.
Ausgewählte Literatur