Val Meneau
Val Meneau (they/sie/elle) ist ein*e französische trans nicht-binäre multidisziplinäre Künstler*in, Wissenschaftler*in und Aktivist*in. Derzeit ist Val Meneau mit einer Drittmittelförderung als Gastwissenschaftler*in am Institut für Diversitätsforschung der Universität Göttingen. Val Meneau erhielt vom Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) ein zweijähriges Schrödinger-Mobilitätsstipendium und wird bis Ende 2027 am Institut tätig sein.
Val schloss deren Promotion in Tanzwissenschaft an der Universität Salzburg in Österreich mit Auszeichnung ab und erhielt dafür ein Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften sowie zwei Auszeichnungen vom österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung und von der Universität Salzburg. Deren erstes Buch, “DanceSport’s Economy of Desire”, basiert auf der Dissertation und wurde 2026 bei Bloomsbury veröffentlicht. Val Meneau hatte Positionen in Soziologie, Politikwissenschaften, Tanzwissenschaft und Gender Studies an den Universitäten Wien, Graz und Salzburg inne. Deren Forschung konzentriert sich auf Körper- und Sexualpolitik an der Schnittstelle zwischen Gender-, Queer- und kritischer Tanzwissenschaft. Darüber hinaus ist Val Mitautor*in der digitalen Publikation www.queeringdancesport.com , einem vom Österreichischen Wissenschaftsfonds finanzierten Wissenschaftsvermittlungsprojekt.
In dem aktuellen Projekt wird untersucht, wie Frauen und queere Menschen von gesellschaftlichen Normen in Bezug auf Geschlecht und Sexualität im kompetitiven Gesellschaftstanz, auch bekannt als DanceSport, betroffen sind und damit umgehen. Die Ziele der Forschung sind:
1) Die Bedürfnisse von weiblichen und queeren Tänzer*innen im DanceSport verstehen und
2) neue Richtlinien, Diskurse und Praktiken entwickeln, um diese Gruppen zu schützen und Ausgrenzung und Gewalt zu bekämpfen.
Dieses Projekt beleuchtet, wie queere und weibliche Tänzer*innen bereits in ihrem Alltag in der Welt des Tanzsports Widerstand leisten und gegen den Strom schwimmen. Außerdem zeigt es auch Wege auf, wie die Welt des Tanzsports für sie sicherer und inklusiver gestaltet werden kann. Das Projekt untersucht, wie weibliche und queere Tänzer*innen mit Barrieren umgehen, denen sie begegnen, und wie Richtlinien ihnen helfen oder sie behindern können. Dazu untersucht es, wie queere und weibliche Tänzer*innen die Balance zwischen ihrer körperlichen Autonomie und ihrem Zugang zu höheren Platzierungen im Tanzsport finden.