Forschungsgruppe: Die 'Zeit' der Demokratie
Die von der Gerda-Henkel-Stiftung geförderte Forschungsgruppe: „Die ‚Zeit‘ der Demokratie. Zeitstrukturen und temporale Diskurse in der parlamentarischen Praxis in Deutschland und Frankreich nach 1945“ untersucht am Beispiel der beiden Länder die Bedeutung, die Zeit für die Arbeit und die Wahrnehmung von Demokratien besitzt.
Die Forschungsgruppe besteht aus zwei Dissertationsprojekten und einem Rahmenprojekt:
Marlene Draing
Marlene Draing untersucht in ihrem Dissertations-
projekt "Streit um die Tagesordnung. Die zeitliche
Organisation parlamentarischer Praxis im
Bundestag und der Assemblée Nationale nach
1945", wie die parlamentarische Arbeit in Deutschland
und Frankreich durch zeitliche Vorgaben und
Konflikte geprägt wurde.
Anna Spielvogel
Anna Spielvogels Dissertationsprojekt „Demokratische Halbwertszeiten. Zeitkonflikte und Fragen der demokratischen Legitimation in der Suche nach einem atomaren Endlager in Frankreich und der Bundesrepublik“ analysiert am Beispiel der Frage nach der Endlagerung von Atommüll, wie demokratische Institutionen mit weit entfernten Zukünften umgehen, die sich kaum mehr in den Zeitrahmen parlamentarischer Repräsentation einfügen lassen.
Benjamin Möckel
